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Sonntag, 24. August 2014

Pistazien und Meer

Eigentlich wären wir erstaunlich schnell da gewesen. Der Flug Zürich – Nizza ist planmässig ähnlich lang wie die Zugfahrt von Zürich nach Basel. Doch nach einem unplanmässigen Flugzeugwechsel (Turbinenschaden) und ohne Koffer (der mit den Kontaktlinsen drinnen) verzögert sich unsere Anreise. Aber irgendwann sind wir da. Landen in Nizza. Draussen ist es schon stockdunkel. Aber es ist warm. Schön warm.

Wir fahren von Nizza noch eineinhalb Stunden dem Meer entlang Richtung Westen. Und kommen kurz vor Mitternacht an in einem kleinen Haus an der Côte d´Azur. In einem kleinen Haus, in dem wir schon unzählige Male waren. Das sich fast wie Zuhause anfühlt.



Schön ist es, anzukommen. Auf der Terrasse zu sitzen. Pistazien zu essen. Den Zikaden beim Zirpen zuzuhören. Aus der Ferne hören wir Musik. Und das Meeresrauschen.

An den kommenden Tagen? 


Da wiederholen wir den Apéro des Ankunftsabends an jedem weiteren Abend.





http://ingoalbrecht.photography

Wir schwimmen im mal ruhigen, mal welligen Meer.


Liegen in der wohlig wärmenden Nachmittagssonne am Strand.



Und schlemmen.



Wir schauen in Cavalaire alten Männern beim Boule spielen zu.



Schlendern durch St. Tropez, wo riesige Yachten den schönen alten Häusern die Show stehlen.






Ingo Albrecht Photography

Das war´s? Nicht ganz. Bald zeigen wir mehr. Vollmond. Und hübsche alte Dörfer.

Bis dahin, hier ein Tipp für etwas Frankreichgefühl: Schnappt euch ein paar Pistazien und ein kühles Getränk!


Montag, 18. August 2014

Eine Woche Sommer


Herber Duft von Pinien. Und Basilikum. 

Ein Feuerwerk an pinken Blüten. 

Das leise *knack*, wenn sich Pistazienschalen öffnen. Und zum Glück kein *knack*, wenn wir am Strand hübsche Muscheln entdecken.

Wir waren eine Woche in Südfrankreich. Am Meer. Und bald gibt’s hier mehr dazu. Doch zuerst müssen wir uns wieder an den Herbst in Zürich gewöhnen. Den Sand aus den Espadrilles schütteln. Obwohl? Nein, der Sand darf bleiben. Als Erinnerung an richtig schöne Kurzferien. Und an einen Sommer, der nur 50 Flugminuten entfernt ist.

Montag, 10. Februar 2014

Frankreich, kreuz und quer! Teil 3

Etappe 5: Urcuit, Pyrénées Atlantiques  – Teyssode, Tarn

Die Stadt Peau spricht man „Po“ aus. Und sie liegt in den Pyrenäen. Am Morgen fahren wir in die Stadt, die hübscher ist als ihr Name. Das Wetter ist leider nicht so hübsch und darum fahren wir relativ rasch weiter.



Durch pappelgesäumte Landstrassen bis nach Teyssode. Es ist wieder sonnig. Hügelig. Lieblich. Wir wohnen auf einem alten Hof, hüpfen in einen neuen Pool. Und vom Pool ins Schlemmerland.


Etappe 6: Teyssode, Tarn – Saint Laurent d'Aigouze, Gard (Camargue)

Auf, auf ins Auto. Die Fahrt geht durch freundliche Wälder, entlang des Fluss Tarn. Wir machen Halt am Lac St. Ferréol und passieren einmal mehr hübsche, alte Dörfer. Dieses Land hat irgendwie zu viele davon.



Irgendwann sind wir in Carcassonne. Wie eine Spielzeugstadt sieht sie aus, die bekannt Festung.



Doch wir flitzen noch weiter. Am späten Nachmittag kommen wir an in der Camargue. Und in Mexiko. 

Denn der Hof, den wir uns als Nachtquartier ausgesucht haben, mag zwar äusserlich perfekt in die Gegend hier passen. Doch von innen gleicht er anderen Welten: An den Wänden hängen mexikanische Masken, bunte Bilder und verglaste Schmetterlinge. Überall stehen Kunstwerke, Skulpturen und Krimskrams. Unheimlich und freundlich zugleich. Bei Kaffee und Tequlia (ha, ha – reingelegt) erfahren wir den Grund des Kultur-Mix: das Besitzerpaar hat lange in Mexiko gelebt.





Hinter dem Haus gibt es übrigens noch eine private Piste für das selbstgebaute Ultra-Leichtflugzeug. Guten Flug, wünschen wir unserem Gastgeber als er abends noch ein Stündchen umher fliegt.



Und wir? Fliegen nicht mit, sondern besuchen Aigues-Mortes.





Etappe 7: Saint Laurent d'Aigouze, Gard (Camargue) – Gigaro, Var (Côte d'Azur)

Auf unserem Weg durch die Camargue sehen wir, oho, noch Pferde und, juhu, Stiere. Und sind verzaubert von der wunderbaren Küstenstrasse zwischen Marseille und Cassis. Blaues Meer. Weisse Boote. Tiefe Abgründe. Pinienduft. Wir fahren Richtung Côte d'Azur. Zu einem Ort, an dem wir schon 1´000 Mal waren. Gigaro. 

Hier stellen wir das Auto ab. Jeden Tag gehen wir zum Strand. Schwimmen früh. Schwimmen spät. Machen Wanderungen im Naturschutzgebiet um die Ecke.




Grüssen die hübschen Dörfer in der Nähe.




Sehen neugierige Katzen.




Und St. Tropez.



Lesen viel.



Sind faul. Einfach nur faul.


Diese Reise ist schon etwas her. 2012 waren wir 14 Tage in Frankreich unterwegs.

Samstag, 8. Februar 2014

Frankreich, kreuz und quer! Teil 2

Etappe 3: Plazac, Dordogne – Bourg sur Gironde, Gironde

Wieder im Auto. Wieder staunen, wie schön die Landschaft doch ist. Wir machen Halt in Limeuil, wo das Schild „eines der schönsten Dörfer Frankreichs“ zu Unrecht abmontiert in der Ecke liegt.





Und in Bergerac, wo wir uns mit feinem Wein eindecken. Den wir abends aber zu lassen – denn unsere Gastgeber des Château de la Grave, in dem wir übernachten, sind nicht nur Schlossherren, sondern auch Winzer und haben genug Wein.



Auch für uns gibt es ein Glässchen Abendsonne, 2 Gässchen „Blick in die Unendlichkeit der Weinberge“ und ein Fläschchen Weisswein. Keine schlechte Kombination. Oder doch? Nachts schlafen wir ziemlich schlecht. Wir hören Schlossgespenster. Wirklich.





Etappe 4: Bourg sur Gironde, Gironde – Urcuit, Pyrénées Atlantiques

Beim Frühstück tun die nächtlichen Schlossgeister so als seinen sie neue Mitgäste. Tss... Aber egal. Wir reisen weiter. Und zwar nach Bordeaux. Dort bleiben wir leider viel zu kurz. Denn wir wollen noch hoch hinauf an diesem Tag: Auf die höchste Düne Europas, die Dune du Pyla. Und wieder runter. Rennend. Wohoo!





Und weil es ein Roadtrip ist, fahren wir noch ein Stückchen. Ein langes Stückchen. Bis ins Baskenland. Wir essen am Meer feinen Fisch.



Doch irgendwie verlieben wir uns nicht in die Gegend – weder in Bayonne, noch in Biarritz.

Vielleicht sind wir einfach etwas zu müde? Schlafen tun wir jedenfalls gut. Ohne Schlossgespenster. Aber mit schöner Aussicht.





Diese Reise ist schon etwas her. 2012 waren wir 14 Tage in Frankreich unterwegs.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Frankreich, kreuz und quer! Teil 1

Zwei Wochen Zeit. Ein Auto. Kein Plan. Aber Ideen. 
Idee Nr. 1: Wir fahren eine Woche lang mit dem Auto quer durch Frankreich. Idee Nr. 2: Wir bleiben eine weitere Woche in Frankreich und fahren so wenig Auto wie möglich. 

Was dabei raus kam: Ein fantastischer Roadtrip. Ein perfekter Strandurlaub. Sehr hoher Käsekonsum. Schlossgespenster. Überhaupt: Jede Menge Schlösser. Etwas Mexiko. Viel Savoir Vivre!

Doch alles der Reihe nach. 

Etappe 1: Zürich – Saint Pierre la Noaille, Loire

Randvolles Auto. Via dem Jura geht es nach Frankreich und wir wundern uns, wie anders es doch ab der Grenze aussieht. Südlicher. Wilder. Ach ja: Wir wundern uns auch über unser Navigationsgerät, denn die Strassen werden immer enger und enger. Egal, schön ist es. Und irgendwann sind wir da: auf einem Hügel. Wir blicken auf die von alten Bäumen gesäumte Auffahrt zu unserem Nachtquartier, dem Château Marchangy in Saint Pierre la Noaille im Departement Loire. Nicht schlecht, dieses Schloss! Ebenfalls nicht schlecht: das Menü, das wir abends verputzen. Wir ahnen, es wird  auch eine Schlemmerreise.




Am nächsten Tag erkunden wir das verschlafene Dorf Charlieu und fahren durch ziemlich hübsche Dörfer mit ziemlich hübschen Aussichten. Fahren durch einsame Strassen. Sehen Burgen und Schlösser.




Eines davon ist das Schloss Drée! Schön, nicht?





Etappe 2: Saint Pierre la Noaille, Loire – Plazac, Dordogne

Back on the road. Aber zuerst schauen wir uns noch den Markt in Marcigny an. Hase, Vogel oder doch lieber Baguette?




Wir entscheiden uns für Käse und Oliven. 

Fahren auf Landstrassen durch idyllische Dörfer, entlang Felder und Wiesen Richtung Vichy. Statt Wasser ist uns nach Eiskaffee. Doch den finden wir nicht. Nirgendwo. Zu unpassend für das Land der Gourmets? 

Wir fahren weiter ohne Erfrischung. Fahren. Fahren. Fahren. Und die Landschaft, die an uns vorbeiflitzt gefällt uns ausserordentlich: Freundliche Wälder, steile Täler und Bergdörfer aus Stein. Wir sind angekommen in der Dordogne. Immer wieder tauchen hinter Hügeln und Kurven atemberaubende Schlösser und Burgen auf.



Der zufällige Stopp im Pilgerort Rocamadour lohnt sich und ist auch gut zum Beine vertreten. Denn der Weg in das im Fels hängende Dorf und hoch zur Kirche ist steil.





Spektakulär und glücklich geht der Tag zu Ende. 
Glück 1: Wir überleben einen auf unserer Spur entgegen rasenden Lieferwagen. Glück 2: Unsere Gastgeber bieten neben Gästezimmern auch „Table d'hôte“, selbstgekochtes Abendessen, an. Glück 3. Die Gastgeber besitzen einen Trüffelhund.




Ganz unvorbereitet waren wir dann doch nicht. Für die Unterkunftswahl hatten wir eine ältere Ausgabe des Guide de charme des maisons d'hôtes en France 2013dabei (Achtung: auf Französisch). Hat sich gelohnt, wie wir finden! Denn im Reiseführer findet man -wie es der Name schon sagt- besondere Unterkünfte mit viel Charme.

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Diese Reise ist schon etwas her. 2012 waren wir 14 Tage in Frankreich unterwegs.