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Montag, 10. März 2014

Erst niemand und dann alle

In der Universitätsstadt Tartu erwarten uns alte Gassen und ein hübscher Marktplatz. Und sonst nicht wirklich viel. Noch nicht mal Studenten. Hallo, ist hier jemand?



Sind vielleicht alle in Viljandi? Hier treffen wir zumindest eine Studentin. Und dann zum Glück eine ziemlich nette, die uns eine gratis Stadtführung durch ihr hübsches Heimatdorf gibt. Aber viel los ist hier auch nicht...


Und das, obwohl der Schokokuchen absolut lecker schmeckt!


Wir hoffen ja nicht, dass das Moor alle Menschen verschluckt hat. Der Soomaa-Nationalpark, der nicht weit weg von Viljandi liegt, hat tiefe, schwarze Moorseen...


... aber glücklicherweise auch  Stege, die über die gar nicht unheimliche Moorlandschaft führen.


Wieder einmal scheint Skandinavien so nah zu sein.



Wenn da nicht die Störche überall auf den Dächern wären.


Ha! Jetzt wissen wir, wo alle Menschen dieses Landes sind! Hier. In Pärnu, einem Ferienort direkt am Meer. Das Wasser ist badewannenwasserwarm. Der Sandstrand breit. Und voll.


Die Zeltplätze sind ebenfalls überfüllt und wir verbringen den halben Tag damit, eine Unterkunft zu finden. Na gut, dann nehmen wir halt das letzte Zimmer in dieser hübschen Villa. 


Happy end sozusagen!

Donnerstag, 6. März 2014

Im Blaubeer-Meer

Wow, das ist ein Märchenwald! 

Im Lahemaa-Nationalpark, eine Stunde von Tallinn entfernt, sehen wir den Wald vor Bäumen nicht. Aber das gefällt uns ganz gut! Denn dafür sehen wir viele Blaubeeren, die überall im weichen Moos des Waldbodens versteckt sind. 



Und irgendwie würde es uns bei dieser zauberhaften Stimmung und dem süssen Duft der Nadelbäume gar nicht wundern, wenn plötzlich ein Einhorn vor uns stände.


Es ist dann aber kein Einhorn, sondern eine Beerensammlerin, die wir im Unterholz entdecken.


Unweit des Waldes und nah am Meer schlagen wir im Dorf Altja auf einer grossen Wiese, die zu einem alten Hof gehört, unser Nachtquartier auf.


Ach ja: Und nur Blaubeeren anschauen geht natürlich nicht. Zu unserem Glück befindet sich in Altja ein herziges Café, das selbstgemachten Blaubeerkuchen mit Vanille-Schaum serviert.



Wir spazieren zum Meer. Und teilen den Blick auf den Horizont nur mit einem einsamen Schwan, der auf den Wellen seine Runden dreht. Wir geniessen die Stille.


Und einen herrlichen Sonnenuntergang. Zu unserem Erstaunen sind wir trotz Sommerzeit und Prachtwetter fast alleine. Nur ein Mückenschwarm will uns einschüchtern... aber wir verkriechen uns 10 Minuten im Zelt. Ausgetrickst!


Ein paar Tage bleiben wir hier. Laufen durchs Schilf. Durch den Wald. Bilden uns ein, wir hörten einen Bären. Sitzen im warmen Sand. Beobachten Möwen. Schwimmen.
 
 



Manchmal fühlen wir uns wie in Skandinavien...


... und manchmal wie in Russland.


Fast nach Russland kommen wir dann übrigens wirklich. Denn wir fahren an den Peipussee, der Estland von Russland trennt.

"Hallo, Frau Elch!" grüssen wir vom Auto aus.


Die Fahrt führt entlang orthodoxer Kirchen und Klöster, rauchender Fabriken, sozialem Wohnungsbau. Und immer wieder durch Wald, Wald, Wald...


Ninas Heimat? Nicht wirklich...


Irgendwann sind wir dann da. Am Peipussee, der riesig ist. So gross, dass wir unseren Blick in der Ferne verlieren. Russland? Liegt irgendwo dahinter...


Montag, 3. März 2014

Mal Meer, mal Mittelalter in Tallinn

Bühne frei für Tallinn, die Hauptstadt Estlands!

Da gibt es die herausgeputzte Altstadt mit renovierten und pastellfarbenen Häusern, verwinkelten Gassen, herrlichen kopfsteingepflasterten Plätzen.





Und so manche unerwartete Überraschung hinter der nächsten Strassenecke.

Manche sehen eher gefährlich aus...


... andere versprühen Nostalgie pur.


Oft kommen wir uns vor wie im Mittelalter.


Zum Essen gibt es Honigbier und Brot mit Wacholderkäse.
 
 
Manchmal denken wir aber auch, wir wären auf einem waschechten Seemannsfest.





Zwar verpassen wir in Tallinn eines der grossen Sängerfeste, für die Estland so berühmt ist. Aber in den Genuss von estnischer Sängerinnenkunst kommen wir dennoch.



Abends knipst irgendwer das Licht an und die Altstadt ist schön beleuchtet.


Tagsüber? Blicken wir aufs Meer. Aber Achtung: Wenn hier so ein Kreuzfahrtschiff anlegt, wird es voll in der Stadt!


Typisch estnisch sind übrigens schön geflochtene Haare! Und ehrlich: Die Zöpfe sind um eniges schöner als dieser hier.


Ausserhalb der Altstadt geht die Stadt weiter. Holzvillen haben wir gefunden...


... und einige Bauten mit, na ja, Betoncharme.




Nicht weit weg von Tallinn gibt es dann übrigens zwei Meere. Eines aus Wasser und eines aus Blaubeeren. Aber dazu ein anderes Mal mehr.